Röterturm


Der Röterturm gehört geografisch zwar zu Fichtenberg/Mittelrot, dennoch hat er für die Honklinger Bewohner eine historische Bedeutung: Im Ort gibt es eine Röterturmstraße und auch als Ausflugsziel war der Röterturm schon immer bei den Honklingern beliebt, denn schon in frühen Jahren fand dort jährlich das Röterturmfest an Chrsiti Himmelfahrt statt – ausgerichtet von der Ortsgruppe Fichtenberg des Schwäbsichen Albvereins und ein beliebtes Ziel für Jung wie Alt.

In den frühen 1900er Jahren konnte man den Turm noch erklimmen. Die Bentheim´sche Verwaltung öffnete einmal im Jahr die Türen und es konnte eine herrliche Aussicht über das Rot- und Kochertal genossen werden.

Da die im Inneren provisorisch errichtete Treppe nur aus einfachen Stangen gebaut war und mit der Zeit vermoderte bevor sie letzendlich zusammenbrach, wurde aus Sicherheitsgründen der Turmeingang zugemauert und auch die Außentreppe wurde entfernt. Zum Schutz vor weiterem Verfall hat der Turm später ein flaches Dach erhalten.

Aus der Beschreibung des Oberamtes Gaildorf von 1852:

Gegenüber von Mittel-Roth ragen aus dem Walde zwischen dem Rauhenzainbach und Eichelbach die Reste des Rötherturmes hervor. Die Burg „Röthenberg“, welche Chroniken auch Hohenroth nennen, bestand aus drei von einander abgesonderten Theilen, wovon der mittlere 134´ lang und 92´ breit war. Die ursprünglichen Besitzer sind unbekannt. Im Jahr 1338, wo Rugger Väzzewin als „Vogt von Röthenberg“ genannt wird, verkaufte sie Albrecht Hauk oder Haug von Rosenstein mit vielen Zugehörungen in der Umgegend (auch eigene Leute sollen dabei gewesen sein) um 1400 Pfd. Heller an Schenk von Albrecht von Limpurg. Nach Haller Chroniken wurde sie, weil Räuberei daraus getrieben worden, auf kaiserlichen Befehl um 1350 von demselben Engelhard von Lobenhausen, der Ober-Roth zerstörte, verbrannt.

Quellen:

Honkling, früher und heute von Paul Schmidt
Heimatbuch der Gemeinde Gschwend von Walter Konietzny