Theaterabend 2015


„Dr Pappadeckel“

 

Die Theatergruppe der Dorfgemeinschaft Honkling füllt das Dorfheim bis auf den letzten Platz und strapaziert die Lachmuskeln ihres Publikums!

 

Während hinter dem Vorhang die letzten Vorbereitungen laufen, macht sich im Publikum die Vorfreude auf den diesjährigen Theaterabend spürbar breit. Seit vielen Jahren lockt die Theatergruppe an einem Dezemberwochenende die Menschen nach Honkling und auch heute ist das Dorfheim bis auf den letzten Platz besucht.

Den ersten Lacher gibt es, kaum ist der Vorhang geöffnet: Regenüberströmt, mit Wasser in den Schuhen, betreten die beiden „dusseligen“ Hauptfiguren die Wohnung der Familie Holzschuh. Karl (Uli Ziegler) und sein Kumpel Paul (Karl-Heinz Nunn) wurden nach einer durchzechten Nacht auf dem Heimweg von der Polizei gestoppt. Da der vorlaute Paul mal wieder seinen Mund nicht halten konnte und dem Polizisten bei seinem Kontrollversuch sarkastisch widerspricht, wurden die beiden etwas genauer kontrolliert und mussten letztlich ihren „Pappadeckel“ an Ort und Stelle abgeben. Obendrein wurde das Auto wegen des abgelaufenen TÜVs auch noch stillgelegt.

Wie das nun den beiden Ehefrauen beichten? Karl sieht schon schwarze Wolken durchs Wohnzimmer schweben die ein heftiges Donnerwetter ankündigen. Und da nimmt die ganze Misere ihren Lauf: Pauls findige Tochter Dorle (Giuliana Wagener) bekommt Wind dieses Dramas und hat natürlich prompt eine – eigennützige – Idee, wie man das Ganze mit ihrer Unterstützung vertuschen kann. Unter der Voraussetzung, dass Ihr Vater und sein Zechkumpel ihren Führerschein finanzieren, versteht sich. Nach einer widerwilligen Zustimmung wird kurzerhand ein Fahrlehrer (Joachim Wagener) engagiert.

Dass dieser nun „Verkehrsunterricht“ gibt, verwirrt die unfassbar neugierige Nachbarin und selbsterklärte beste Freundin des Hauses, Martha Zirngiebel (dargestellt von Sabine Schrey), zunehmend. Und dass bei diesem „Intensivkurs“ auch noch die beiden Ehefrauen der beiden Unglücksraben, Anna (Silke Pfeifer) und Rosa (Stefanie Wagener), mitmachen, bringt sie völlig aus dem Konzept. Die engagierte Darstellung der Fahrstunden samt Motorengeräusche bringt das Publikum zum Weinen vor Lachen. An dieser Stelle können wir sagen, wer nicht dabei war, hat einfach etwas verpasst!

Komplettiert wird die amüsante Aneinanderreihung von Missverständnissen nun durch den Auftritt der Schwiegermutter Amalie (Gabriele Schrey), an deren Abholung am Bahnhof  im Hause Holzschuh keiner mehr dachte und so wurde sie letztlich von Kommissar Rudi Stechele (Nico Ocker) persönlich vorbeigebracht. Geschickt, hatte er doch ohnehin im Hause Holzschuh zu tun. Glücklicherweise wurde ihre Aufmerksamkeit von Automechaniker August (Wilfried Stoll) und dessen kessen Fahrgestellsprüchen zügig vom Geschehen abgelenkt und so verschwanden beide zu einem kurzen Trip in den zweiten Frühling.

Im Folgenden spitzt sich die Situation zu, das Publikum fiebert dem Finale entgegen und Kommissar Stechle wurde mittlerweile selbst so tief mit hineingezogen, dass er letztlich zähneknirschend auf eine Anzeige der beiden Hauptprotagonisten verzichtet und ihnen ihren „Pappadeckel“ zurück gibt.

Die Zeit verflog und der Applaus hielt an: ein Zeichen dafür, dass die Darsteller das Publikum begeistert haben! Jeder Darsteller hat sich seiner Rolle völlig verschrieben und das hat man wirklich gespürt. Ganz großes Kino für unsere Gäste in Honkling und wir sagen noch einmal DANKE an alle Bühnenheldinnen und –helden und vor allem auch an die Leiterin, Brigitte Jakob, für diesen gelungenen Abend!

 

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